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WEINELF in Geisenheim: Klasse-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt


Einem steckte die Rekordzahl von 602 Bundesligaspielen in den Beinen (dem 64-Jährigen Karl-Heinz „Charly“ Körbel). Auch etliche andere Kicker der Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt hat man noch aus den neunziger Jahren in der Bundesliga in guter Erinnerung, etwa Lothar Sippel (54), Uwe Bindewald (51), Norbert Nachtweih (62) und Manfred Binz (53), der einst den Kosenamen „Manni der Libero“ abbekam und fast schon als Nachfolger des legendären Franz Beckenbauer galt. Gegen solche Koryphäen, die das runde Leder immer noch als guten Freund behandeln, nur mit weniger Tempo als einst, sollte die WEINELF Deutschland in einem Benefizspiel in Kooperation mit dem SV Johannisberg möglichst bestehen und kein Debakel erleben.


Die WEINELF bestand und hielt sogar richtig dagegen. Nach der regulären, natürlich verkürzten Spielzeit auf 2 x 35 Minuten stand es 3:3. Es folgte ein Elfmeterschießen, das ebenfalls wieder unentschieden endete. So trennte man sich mit einem gerechten 8:8.

Fast hätte die WEINELF nach 70 Minuten die Oberhand behalten. Zwar schoss Uwe Bindewald für die Eintracht-Senioren schnell das 0:1. Doch dann schlug Pascal Sohns bei seinem Heimspiel (Weingut in Geisenheim) gleich zweimal mit „sehenswerten Toren“ (Trainer Friedel Müller) zu und erhöhte Matthias Gutzler sogar auf 3:1. „Die WEINELF schenkt der Eintracht ein“, witzelte Stadionsprecher Rolf Töpperwien. Kurz vor Halbzeit fiel dann noch der Anschlusstreffer, der eigentlich nicht hätte fallen dürfen. Aber die Pfeife des Schiedsrichters blieb bei einem klaren Foul an Marius „Dille“ Dillmann stumm, schon war es passiert.


In der zweiten Halbzeit wurde mehrfach gewechselt, aber trotzdem noch gut dagegen gehalten. Bei der WEINELF spielten teilweise drei Kicker des SV Johannisberg 1919 und Ex-Profi Alf Mintzel (SV Wehen Wiesbaden). Vor allem Mintzel stabilisierte die Abwehr. Und durch ihr gutes taktischen Verhalten (Trainer Müller: „Wir haben in den letzten Jahren hier doch viel dazugelernt“) konnte das Wein-Team die Eintracht, die das Spiel anfangs sichtlich auf die leichte Schulter genommen hatte, durchaus ärgern. Mit einem direkt verwandelten Freistoß erzielte Frank Gerster (44, 1997/98 bei Bayern München aktiv) zumindest noch das 3:3. Beim Elfmeter-Schießen trafen dann Thomas Krischke, Pascal Sohns, Christian Gebhardt und Marius Dillmann sowie Geisenheims Bürgermeister Christian Aßmann für das Wein-Team. Coach Müller gab hier bei der Einteilung den Rheingauer Lokalhelden den Vorzug. Nur der einzige Nicht-Rheingauer, der Rheinhesse Matthias Gutzler, scheiterte beim Strafstoß. Ob er jetzt einen Umzug über den Rhein erwägt…?


Das Ergebnis darf die WEINELF stolz machen. In ihren bisher 288 Spielen seit der Gründung 2009 hat die Traditionsmannschaft der Eintracht nur vier Spiele verloren und lediglich siebenmal unentschieden gespielt. Und: Sie trat gegen die WEINELF mit einer sehr starken Aufstellung an. Fazit von Präsident Robert Lönarz: „Es war für unsere Jungs einfach toll, gegen eine solche Mannschaft mit großen Namen zu spielen.“ Er dankte auch dem SV Johannisberg, für den das Match natürlich der Höhepunkt im Jahr des Vereinsjubiläums war.

Rudolf Knoll, Weinelf-Pressesprecher



Fotos von Winfried Schönbach (Hochschule Geisenheim)




































































































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