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Robert Lönarz und Rolf Stocké als WM 2006-Volunteer in Kaiserlautern

Die Welt zu Gast bei Freunden!


Robert Lönarz im Stadion als Zuschauer-Volunteer


“Mein Einsatzort war direkt im Stadion auf der Ost-Tribüne, an einem so genannten Mundloch, was natürlich erfreulicherweise bedeutete, dass ich alle fünf Spiele direkt live miterleben durfte. Mannschaften und Fans aus Italien, Spanien, Australien, USA, Japan,

Paraguay, Saudi-Arabien und nicht zuletzt Trinidad & Tobago spielten und feierten in Kaiserslautern ein tolles Fußballfest. Als Zuschauer-Volunteer war meine Aufgabe den vielen Fans in englischer und spanischer Sprache beim Einlass in den Innerraum, bei der Platzwahl oder bei allen offen Fragen mit einem freundlichen „May I help you „ oder „Los baños están ahi“, zu helfen.


Es bleiben unvergessliche Momente mit Menschen aus alle Welt zurück. Japaner, die in einem 90-minütigen Chor nicht müde wurden die Mannschaft mit dem Ausruf Nippon, Nippon, Nippon“ zu unterstützen. Amerikaner, die trotz höchster Sicherheitsstufe

ein Fest der Fröhlichkeit zelebrierten und das Stadion mit der Nationalhymne zum Schwingen brachten.


Die Lockerheit und Feierlaune der Australier, die trotz Niederlage die Fans der Quadra Azzura im Viertelfinale anstecken sollte. Ein rotes Heer von spanischen Fans bleibt in Erinnerung, die bei sommerlichen Temperaturen eine Mittelmeer-Atmosphäre in die

Pfalz zauberten. Verschleierte Schönheiten aus Fernost, eingehüllt in die Landesfahne

mit martialischem Säbel feiern neben scheichähnlichen Figuren, mit 1m hohen Kopfbedeckungen, auf denen eine Vielzahl von Fürsten abgebildet zu sein schienen.

Und nicht zuletzt waren da die Menschen aus Trinidad & Tobago, die durch deren Freundlichkeit und unglaublichen Rhythmus den „Betze“ zum kochen brachten.

Es war ein tolle Zeit und die vielen guten Momente, auch unter den Volunteers, werden mich immer an das Sommermärchen 2006 in Deutschland erinnern.“




Rolf Stocké auf als Zuschauer-Volunteer auf der bunten WM-Meile


Nur wenn ich selbst mitgespielt hätte, wäre ich noch dichter dran gewesen

Mit der blauen Volunteer-Komplettausstattung und dem speziellen Volunteer-Ausweis hatte ich Zugang zu allen Bereichen des Stadions, von der Spielerkabine bis zum Medienbereich. Alle fünf Partien in Kaiserslautern konnte ich von der Haupttribüne aus hervorragend verfolgen. Dabei waren die Spiele genauso interessant, wie die Organisationsabläufe, die Medienleute mit ihrem Top-Equipment und natürlich die Menschen aus aller Welt. Inmitten von Japanern, Australiern, Arabern und Spaniern war das Zuschauen ein besonderes Erlebnis.


Am beeindruckendsten waren sicherlich die grüngelben Soccerous aus Australien, die mit ihren aufblasbaren Stoffkänguruhs eine tolle Stimmung im Stadion und noch viel ausgiebiger später in der Stadt verbreiteten. Die Scheiche aus Saudi-Arabien waren dagegen vor und nach dem Spiel kaum noch zu sehen. Tägliche Musikveranstaltungen und organisierte, professionelle Kleinkünstler, sorgten für eine fröhliche, unbeschwerte, teilweise sogar ausgelassene Stimmung.


Beim Spiel Trinidad / Tobago gegen Paraguay, zog ein vom Karibikstaat organisierter, farbenprächtiger, mit tollen Kostümen besetzter Samba-Umzug, tanzend mehrere Stunden durch die Stadt.


Meine Aufgabe bestand darin, bei der Organisation mitzuhelfen und Informationen an die Besucher weiterzugeben. Die mir aufgetragenen Einsatzbereiche lagen in der so genannten Fanbotschaft, auf der Fanmeile und den beiden „Publ ic Viewing Plätzen“. Das tolle an Kaiserslautern waren die direkte Anbindung von Stadion, Public Viewing Plätzen und

die sich daran anschließende Fanmeile (wirkliche 1,6 km ca.) bis zum Stadtzentrum. Dort befand sich auch das Pfälzer Weindorf, welches ständig von internationalen Gästen belagert war.


Die offiziellen Slogans wie „a time to make friends“ oder „Die Welt zu Gast bei Freunden“ waren absolut zutreffend und wurden von allen wirklich gelebt: Sowohl von den Gastgebern, als auch von den Gästen. Es gab nur freundliche und begeisterte Kommentare. Einen kleinen Teil dazu beigetragen zu haben, dass sich das gesamte deutsche Volk so hervorragend präsentiert hat, erfüllt mich mit großer Freude.



Bericht im Campus Magazin - Ausgabe 4:


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