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Josefine Schlumberger ist nun deutsche Fussballnationalspielerin in der WEINELF

Neu in den Reihen der Weinelf: „Fine“ – der weibliche Schweinsteiger

 


Ihre Rückennummer trägt die „94“, getreu ihrem Jahrgang 1994, der laut Opa Friedhelm Schlumberger beim Wein „nix war“. Aber dass aus einem Mädchen, das in diesem Jahr am 9. Juni im Sternzeichen des Zwilling (hasst Langeweile, geht voller Energie durch das Leben, hat viel Charme) geboren wurde, etwas Besonderes werden kann, beweist sich am Beispiel von Josefine Schlumberger aus Laufen im Markgräflerland. Die 21-Jährige wurde vor wenigen Wochen in Neustadt an der Weinstraße zur Deutschen Weinkönigin gewählt. Kurz darauf wurde sie außerdem Mitglied der Weinelf Deutschland und hat hier durchaus Ehrgeiz. Ein Spiel im Team Spätlese müsse es nicht unbedingt sein, meint sie. Schließlich spielte sie ihm Rahmen ihres 2014 begonnenen Studiums für Weinbau und Oenologie schon mit den jungen Campus-Kickern in Geisenheim (die bekanntlich der Weinelf Deutschland vor einigen Monaten bei einem mühsamen 2:1 Sieg einiges abverlangten). „Wenn möglich, möchte ich schon im jüngeren Team auflaufen“, meint sie selbstbewusst.

Ihre fußballerische Vergangenheit ist durchaus beachtlich. In der E-Jugend wetteiferte sie bereits mit den Jungs von Ballrechten-Dottingen. Dann wechselte sie zu einer Mädchen-Mannschaft nach Staufen, wo sie heute immer noch Mitglied ist, aber in letzter Zeit nur mehr wenig Einsätze hatte. „Wenn ich Zeit habe, stellt mich der Trainer immer auf“, erzählt „Fine“ Schlumberger. „Aber durch das vor einem Jahr begonnene Studium war das selten der Fall. Und im Weinköniginnen-Jahr werden die Möglichkeiten noch geringer sein.“

Wenn sie aufläuft, dann in der Regel im Mittelfeld, „als Sechser oder Zehner.“ Sie sei nicht unbedingt die große Torjägerin, beurteilt sie sich selbst. „Ich bin mehr Ballverteiler als Schütze, so etwas wie ein weiblicher Schweinsteiger.“ Ein großer Auftritt für die Weinelf dürfte im nächsten Jahr fällig werden. Der einstige Turn-Weltmeister Eberhard Gienger versprach nach dem Spiel der Weinelf gegen den Deutschen Bundestag vor einigen Monaten in Berlin (2:0 für die Politik) einen Fallschirmabsprung im Rahmen der Europa-Meisterschaft 2016 in Mainz, „möglichst mit der Deutschen Weinkönigin.“


Die aktuelle Weinqueen Deutschlands (die zuvor Regentin in Baden war) kommt aus dem 6-Hektar-Betrieb von Vater Rainer Schlumberger im Markgräflerland, den sie vielleicht einmal in später Zukunft übernehmen könnte. Eine kleine Basis dafür wurde vor Geisenheim mit einem siebenmonatigen Praktikum im Staatsweingut Meersburg gelegt. Wenn sie die Krone im nächsten Herbst ablegt, folgen noch einige Studien-Semester auf der Studienbank. Und wenn das Campus-Team wieder das zur Tradition gewordene Spiel gegen die Weinelf bestreitet, muss sie sich genau überlegen, für wen sie die Stiefel schnürt…

Rudolf Knoll

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