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Rudolf Knoll im Interview mit WEINELF-Ehrenratskollegen Fritz Keller



Zehn europäische Nationen spielen Europameisterschaft der WEINELF in der Toskana aus – dazu Interview mit Fritz Keller


Weit über hundert Winzer, Kellermeister, Weinfunktionäre und Wein- und gleichzeitig Fußballfans aus zehn europäischen Ländern machen sich demnächst auf dem Weg in die Toskana in Italien, um vom 2. bis 7. Juni bei der VINOEURO um den besonderen Titel Europameister zu spielen, aber auch um gleichzeitig Kontakte zu pflegen, Freundschaften zu schließen und zu vertiefen, sich über die Weinkultur in den Ländern zu informieren und zu einem friedlichen europäischen Miteinander beizutragen. Organisator ist die 2018 gegründete Union der europäischen Nationalmannschaften der Winzer (UENFW). Titelverteidiger ist die Wein-Nationalmannschaft von Ungarn, die vor zwei Jahren gegen Portugal (Sieger im Halbfinale gegen Deutschland) triumphierte. Welche Bedeutung diese besonderen Fußballspiele haben, beleuchteten wir mit einem namhaften Winzer und Weinelf-Mitglieder ersten Stunde, Fritz Keller aus Baden (Jahrgang 1957).


Als Funktionär im Verein (SC Freiburg) und zeitweise auch beim DFB hat Fritz Keller vielseitige Erfahrungen in der Fußballszene gesammelt. Wie ist seine Meinung über fußballspielende Winzer?

Ausgesprochen positiv, deshalb war ich von Anfang an auch Mitglied bei der WEINELF Deutschland?


Auch als Aktiver?

Da hätte und habe ich lieber anderen den Vortritt gelassen. Ich habe zwar in jungen Jahren im Mittelfeld rechts gekickt, wobei der Ball nicht immer mein Freund war. Doch Fußball war für mich trotzdem eine Droge. Aber vorher hatte ich Spielverbot von meinem Vater, das nur selten zu umgehen war. Stattdessen war ich zur Arbeit eingeteilt – und das, obwohl mein Namenspate der legendäre Weltmeister Fritz Walter war, der uns auch immer wieder in Baden besuchte.


Reicht es für eine Teilnahme an der WEINELF-Europameisterschaft in Italien als Fan?

Leider nicht, obwohl da auch Genuss auf dem Programm steht. Aber ich bin zu sehr im Betrieb eingespannt.


Was ist Fußball für Dich neben dem Spiel selbst? 

Er sorgt für Stimmung, Schwung, hat vor allem eine völkerverbindende Kraft. Die WEINELF-Europameisterschaft ist deshalb eine großartige Idee mit viel Symbolik, auch weil hier kein Neid aufkommt. Wir sollten die völkerverbindende Kraft des Fußballs nicht vergessen. Dass Deutschland nach 1945 als kriegsführende Nation überhaupt wieder Länderspiele durchführen konnte, hatte wir unserem internationalen Fürsprecher, der Schweiz, zu verdanken. Nur so konnte es zum Fußballwunder von 1954 und der Weltmeisterschafft kommen. Die Weinelf-Europameisterschaft für Deutschland 2014 in der Schweiz gegen Ungarn mit 3:2 war gewissermaßen eine logische Fortsetzung…


Foto: WEINELF- und UENFW-Präsident Robert Lönarz, WEINELF Ehrenrat Fritz Keller, UENFW-Generalsekretärin Erica Fischbach

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