Preis der Deutschen Weinkritik 2018 - DIE WEINELF

Foto: Bernhard Herzer - Präsident Robert Lönarz wird der Preis und die Urkunde überreicht. Wolfgang Junglas (links), Hessischer Innenminister Peter Beuth (rechts)

Deutsche Weinkritik zeichnet Weinelf aus

Fotostrecke (B. Herzer):            

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Der Hessische Minister des Innern und für Sport, Peter Beuth, deutete in der Sky Lounge der Brita-Arena in Wiesbaden kurz an, dass er vielleicht etwas befangen sei bei seiner Laudatio für die Weinelf Deutschland („ich versuche, nette, freundliche Worte zu finden, obwohl wir mal mit der Landtagsmannschaft eine richtige Klatsche von der Weinelf bekamen“). Aber dann unterstrich Beuth doch, dass die Nationalmannschaft der Winzer ein charmanter Botschafter der deutschen Weinkultur sei, unter dem Motto „starke Weine, starke Beine.“ Hier würden verschiedene Faktoren zusammengeführt. Wein und Fußball seien Tradition und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Anerkennung der Weinelf durch die DFB-Kulturstiftung mache auch das soziale Engagement des Vereins deutlich. Beuth verkniff sich nicht eine Anspielung auf die aktuellen Ergebnisse der „normalen“ Nationalmannschaft: „Die Weinelf gewinnt zwar nicht immer, doch auf jeden Fall deutlich häufiger.“

Anlass für die freundlichen Ministerworte war eine besondere Auszeichnung des Vereins Weinfeder e.V., einer Vereinigung von rund 70 Publizisten überwiegend aus Deutschland, aber auch aus Österreich und Italien, die 2000 gegründet wurde und seit 2005 einen „Preis der deutschen Weinkritik“ an Vereinigungen vergibt, die auf unterschiedlichste Weise positive Aktivitäten für den Wein entfalten. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten der VDP, die Deutsche Wein- und Sommelierschule, Message in a bottle, Ecovin und „Fünf Freunde“. Diesmal brachte Wolfgang Junglas, der Vorsitzende der Weinfeder, die Weinelf wegen ihrer zahlreichen positiven Initiativen und auch der Völkerverständigung durch die Europameisterschaften und den Anstoß zur Bildung der Union of European national football teams of winemakers (UENFW) auf die Vorschlagsliste, die bei der entscheidenden Vorstandssitzung nach kurzzeitigen Diskussionen Zustimmung fand.

Zahlreiche Gäste aus den Reihen der Weinelf inklusive Managerin Erica Fischbach und Trainer Friedl Müller sowie von den Journalisten gaben der Veranstaltung die Ehre. Mit dabei waren auch Fans des renommierten Sekterzeugers Volker Raumland, der in einem zweiten Akt als „Weinpersönlichkeit des Jahres“ für seine Vorbildfunktion beim hochwertigen deutschen Sekt geehrt wurde.

Weinelf-Präsident Robert Lönarz konnte sich bei der Preisübergabe „in der Wein- und Fußballstadt Wiesbaden“ für die Unterstützung aus den Reihen der Politik bedanken (für den Minister und Gladbach-Fan gab es dabei ein Trikot der Weisweiler-Elf mit etlichen Autogrammen) und erinnerte hier an die EM im Jahr 2016 mit den Spielorten Geisenheim und Mainz. Die Auszeichnung durch die Weinjournalisten bezeichnete er als „hohe Ehre“, der man auch künftig gerecht werden wolle. Die deutsche Weinelf wolle weiter daran arbeiten, dass noch andere Länder mit ihren Winzer-Nationalteams einsteigen (Spanien und Frankreich stehen auf der Wunschliste ganz oben). Und man wolle künftig durch eine Zusammenarbeit mit Universitäten im Rahmen der „Vineuros“ auch Experten für weinwissenschaftliche Symposien an einen Tisch bringen. Einen ersten Gedankenaustausch habe es bereits in Italien gegeben.

PS: Der erste Glückwunsch zu dieser Auszeichnung kam von den neuen Sportsfreunden aus Tschechien. Martin Chlad sieht in der Weinelf „eine große Inspiration für andere UEWFA-Länder.“

Rudolf Knoll, Pressesprecher